Projekte
Urban I Culture I Wellness/Health I Office I Shopping I Villa I 
Atelier Thomas Pucher
News I Team I Contact I 
2005
Linz Tanztheater

Dance Theatre. Linz, Austria. International competition.








St?dtebau - Das Musiktheater als Orientierungspunkt
Der Standort Blumau liegt in Bezug zum Altstadtzentrum und zum neuen Verdichtungsfeld entlang der Bahnhofsachse wie ein Gelenk mit dem Volksgarten als Drehscheibe.
Aus dieser Positionierung heraus hat der Standort das Potenzial, pr?gnanter st?dtebaulicher Orientierungspunkt zu werden.

Stille ? L?rm
Die Nachbarschaft mit dem Volksgarten als innerst?dtischer Ort der ?relativen? Stille, verlangt nach einer Verschiebung des L?rmvorhangs Stra?e hin zu einer Verkehrsflussb?ndelung mit dem Gleisk?rper der Bahn. Dadurch wird der Volksgarten zum repr?sentativen Park vor dem Musiktheater und in eine gr??ere ?ffentliche Bedeutung innerhalb des Stadtgef?ges gehoben.

Theaterbezirk
Die Gestaltung des erhobenen Theaterplatzes geht flie?end in das Wegenetz des Volksgartens ?ber. Gr?ninseln werden zu Gr?nfl?chen ? umgekehrt erweitern sich die Wege zum Platz ? wird der Platz zum Foyer.
Durch die direkte, fu?l?ufige Verbindung von Theater und Volksgarten hat der Park mit der ihn umgebenden Bebauung und der Stra?e entlang des Theaters das Potenzial, sich ?ber einige Jahre hinweg zum ?Theaterbezirk? ? mit einer lebhaften Restaurant- und Lokalszene - zu entwickeln.

Der Bauk?rper
Die Form des Bauk?rpers orientiert sich an mehreren Punkten:
1. st?dtebaulich: Wie schon beschrieben, steht das Musiktheater als zentraler Punkt an einer Schnittstelle mehrerer Stadtteile. Diesbez?glich behauptet sich das Geb?ude als eigenst?ndige, zentrierte, von allen Zufahrts- (Zugangs-)richtungen erkennbare Form. Es bildet den r?umlichen Abschluss der Bahnhofsachse im Nordwesten und stellt einen Markierungspunkt der Blumauerstra?e, von Nordosten kommend, sowie der K?rntnerstra?e, von S?den kommend dar.
2. am direkten Umfeld: Die Dualit?t Musiktheater ? Volksgarten findet ihre Spiegelung im Spannungsfeld von Volumen / Leere, Natur / Kultur wieder. Die volumetrische Fortsetzung der Bl?cke n?rdlich der Blumauerstra?e, zeigt ein logisches Wachsen aus dem Bestand.
3. am ?eigentlichen? Wesen des Musiktheaters: Es sei Resonanzk?rper der k?nstlerischen Energien der Stadt ?ber die Musik hinaus! Das bedeutet, es geht nicht um eine direkte ?bertragung von Musik in Architektur ? vielmehr um eine Verwandlung. Daraus entsteht die Idee der Transformation des Satzes Musik ist Kunst in der Zeit hin zum Satz Architektur ist Licht in der Zeit.




Area: 25 800m? GFA

Team: Thomas Pucher, Ana Ocic, Ervin Poljak, Christine Pucher, Heidrun Steinhauser.


H?lle ? Licht und Schatten
Diese Auseinandersetzung manifestiert sich in der Metallfassade der Geb?udeh?lle.
Sie entwickelt sich aus einer Analogie zum Scherenschnitt, dessen Faszination im Spiel von Licht und Schatten liegt. Licht/Schatten ist das raumaufl?sende Moment in der Architektur. Der Licht- Schattenwurf durch die geschnittene H?lle ver?ndert sich naturgem?? ?ber den Lauf des Tages, des Jahres.
Des Nachts leuchtet das Haus, als h?tte es alles Licht des Tages gespeichert und wollte es jetzt auf die ganze Stadt r?ckstrahlen lassen ? am Abend hebt sich der Vorhang und die Inszenierung beginnt.


Material
Die Metallfassade besteht aus fl?chigen Elementen, die nach dem einfachen Prinzip des linearen Ausschneidens sich wiederholender Musterfragmente und des Aufklappens derselben zu ihrer r?umlichen Komplexit?t gef?hrt werden.
Stahl ? bzw. Metall zeigt sich in seiner Wirkung als Gegenteil zu allen Assoziationen - leicht und zart wie Papier. Durch das Gewirk aus Material, Oberfl?che, Licht und Schatten, beginnt das Volumen des Geb?udes sich aufzul?sen.
Eine Verbindung zur Stahlstadt Linz und der damit verbundenen Hochtechnologie wird hergestellt.

Das Foyer als Schnittstelle
Im Foyer entfaltet sich das Licht-Schattenspiel zur G?nze. Dieser eindrucksvolle Raum ist neben dem Theaterplatz der Vermittler zwischen Stadt und Theater. Die Repr?sentanz und Offenheit des Hauses ist f?r alle Besucherinnen und Besucher erlebbar ? gleicherma?en bereitet es den Gast darauf vor, was diesen im Musiktheater selbst erwartet ? Wahrhaftigkeit und Inszenierung.


NEWS NEWS