Projekte
Urban I Culture I Wellness/Health I Office I Shopping I Villa I 
Atelier Thomas Pucher
News I Team I Contact I 
2005 -
Mariahof

Sanatorium for coma vigil patients in Mariahof, Styria, Austria. Project development


Als Architekt steht man aufs Tiefste berührt vor einer Aufgabe wie dieser. Wachkoma – ein gesellschaftliches Thema voller Ungewissheiten, das unsere tiefsten Ängste berührt und uns die elementarsten Fragen des Menschseins vor Augen führt. Vor allem aber trifft es das persönliche Schicksal der betroffenen Menschen, ihrer Angehörigen, der Pfleger und Ärzte, die Großes leisten.

Wir haben uns der Aufgabe mit großer Ehrfurcht genähert. Von Beginn an haben wir eine ganzheitliche, geomantische Planungsmethode angewandt, bei der beginnend bei Hr. Möser - dem Initiator des Projektes – bis hin zum tatsächlichen Grundstück und seiner Lage alle Beteiligten Personen und Elemente in ihrem Bezug zueinander betrachtet wurden.

Damit haben wir uns auf die Suche begeben. Nach Zusammenhängen, Verbindungen, Hinweisen im Leben der Betroffenen und Beteiligten, in der Gemeinde, am Grundstück, bis hin zur Einbindung in den Sonnen- und Sternenlauf. Wir haben viele Elemente gefunden, die sich langsam zu einem großen Bild zusammengefügt haben.
Warum hat etwa gerade die Gemeinde Mariahof schon vor vielen Jahren dieses Grundstück für die Errichtung eines Sanatoriums gekauft, das genau gespiegelt um den Hauptkamm der Seetaler Alpen nach Bad St. Leonhard weist, jenem schicksalhaften Ort des Gerhard Möser, der Jahre seines Lebens bestimmen sollte. Und was genau hat diese 30° Abweichung der Spiegelachse von der Achse der Tag- und Nachtgleiche mit dem Wissen der alten Geomanten über heilige Geometrien und Formen zu tun?

Eine Vielzahl derartiger Zusammenhänge hat sich buchstäblich vor uns aufgetan. Dieser Prozess ist noch lange nicht beendet, tatsächlich haben wir mit dem vorliegenden Projekt den Samen gesetzt, der bis zur Fertigstellung des Bauwerks zum Baum herangewachsen sein wird und dessen Blüten in unterschiedlichen Farben und Formen die Patienten des Sanatoriums sein werden.

Thomas Pucher, Norbert Adam, Juni 2005


Die Blume des Lebens

Die Blume des Lebens ist ein über Jahrhunderte und Jahrtausende verwendetes Symbol. Sie entsteht aus der Geometrie des Kreises. Durch die Überschneidung von zwei Kreisen mit demselben Radius, so dass jeweils der Mittelpunkt des einen auf dem Umkreis des anderen liegt entsteht als Schnittmenge die sogenannte Vesica piscis, eine der primären Figuren der heiligen Geometrie.

Durch die Beifügung von weiteren Kreisen entlang des Umfanges des ersten Kreises bildet sich die Blume des Lebens. Sie ist ein Abbild der Entfaltung des Lebens und in allen platonischen Körpern ist die Geometrie der Blume des Lebens enthalten. Wir können Darstellungen von ihr auf der ganzen Welt antreffen, von Ägypten, China, über Japan bis nach Mexiko. Gerne wird sie auch mit „Sprache der Stille“ und „Sprache des Lichtes“ übersetzt. Sie steht stellvertretend für den immer wieder kehrenden Kreislauf des Lebens, im Ausdruck eines Obstbaumes. Der Same bildet einen Obstbaum, der eine Blüte hervorbringt, die eine Metamorphose durchmacht und sich dann in eine Frucht verwandelt. Diese Frucht birgt in ihrem Inneren den nächsten Samen, die Saat, die auf die Erde fällt und bereits den nächsten Baum in sich trägt, der heranwächst, und in dem schon wieder der nächste Samen angelegt ist, usw.

Das Gebäude ist auf der Geometrie der Blume des Lebens aufgebaut. Die Dachform entwickelt sich - ähnlich einer gotischen Fensterrose - in einer intuitiven Auswahl einer einzigen der in der Blume enthaltenen unendlichen geometrischen Möglichkeiten.




Erdgeschoss

Obergeschoss


Size: 4.780m² BGF

Projektinitiator: Gerhard Möser

Team: Thomas Pucher, Erich Ranegger, Chri Hoffelner
Geomantie: Norbert Adam
Statik: Dr. Peter Mandl
Energydesign: Roland Müller
HKLS Planung: Christian Sierninger, KCE Kühn Consulting Engineering GmbH

Für ihren Input möchten wir folgenden Personen danken: Fr. Mag. Ursula Gerhold, Stainz; Hr. Mag. Joakim Radaelli Gritsch, Graz; Schwester Margit, Wachkoma Station Geriatrie Graz; Hr. Joachim Marz, Schwaderloch (Ch); Fr. Gabriele Neuberger, Graz; Fr. Beate Schütz, Graz; Fr. Christine Trummer, Wolfsberg; Fr. Dr. Med. Monika Weingraber, Graz

1:0 Jon *** Jona
1:1 Und das Wort Jehovas begann an Jona, den Sohn Amittais, zu ergehen und lautete:
1:2 "Mach dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und ruf gegen sie aus, daß ihre Schlechtigkeit vor mich heraufgekommen ist."
1:3 Und Jona machte sich dann auf und lief weg nach Tarschisch, von Jehova hinweg; und er kam schließlich nach Joppe hinab und fand ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr. So zahlte er seinen Fahrpreis und stieg in dasselbe hinab, um mit ihnen nach Tarschisch zu fahren, von Jehova hinweg.
1:4 Und Jehova selbst schleuderte einen großen Wind auf das Meer, und es entstand ein großer Sturm auf dem Meer; und was das Schiff betrifft, es drohte zu zerschellen.
1:5 Und die Seeleute begannen sich zu fürchten und um Hilfe zu rufen, jeder zu seinem Gott. Und fortwährend schleuderten sie die Geräte, die sich im Schiff befanden, aufs Meer hinaus, um [es] davon zu erleichtern. Jona aber war in das Innerste des mit Deck versehenen Schiffes hinabgestiegen, und er legte sich dann hin und schlief fest ein.
1:6 Schließlich trat der Schiffskapitän an ihn heran und sprach zu ihm: "Was ist denn mit dir, Schläfer? Steh auf, ruf deinen Gott an! Vielleicht wird der [wahre] Gott zeigen, daß er sich unser annimmt, und wir werden nicht zugrunde gehen."
1:7 Und sie begannen zueinander zu sagen: "Kommt, und laßt uns Lose werfen, damit wir erkennen, um wessentwillen wir dieses Unglück haben." Und sie warfen fortgesetzt Lose, und schließlich fiel das Los auf Jona.
1:8 Da sprachen sie zu ihm: "Teile uns doch bitte mit, um wessentwillen wir dieses Unglück haben. Was ist deine Arbeit, und woher kommst du? Welches ist dein Land, und von welchem Volk bist du?"
1:9 Darauf sagte er zu ihnen: "Ich bin ein Hebräer, und Jehova, den Gott der Himmel, fürchte ich, DEN, der das Meer und das trockene Land gemacht hat."
1:10 Und die Männer begannen sich sehr zu fürchten, und sie sprachen weiter zu ihm: "Was hast du da getan?" Denn die Männer hatten erkannt, daß er von Jehova weglief, denn er hatte [es] ihnen mitgeteilt.
1:11 Schließlich sagten sie zu ihm: "Was sollten wir mit dir tun, damit sich das Meer für uns beruhigt?" Denn das Meer wurde immer stürmischer.
1:12 Da sprach er zu ihnen: "Hebt mich auf, und werft mich ins Meer, und das Meer wird sich für euch beruhigen; denn ich weiß, daß meinetwegen dieser große Sturm über euch [gekommen] ist."
1:13 Aber die Männer versuchten, sich durchzuarbeiten, um [das Schiff] ans trockene Land zurückzubringen; doch sie konnten [es] nicht, denn das Meer wurde immer stürmischer gegen sie.
1:14 Und sie riefen dann zu Jehova und sagten: "Ach, nun, o Jehova, mögen wir bitte nicht zugrunde gehen wegen der Seele dieses Mannes! Und lege nicht unschuldiges Blut auf uns, da du selbst, o Jehova, gemäß dem getan hast, woran du Gefallen gehabt hast!"
1:15 Dann hoben sie Jona auf und warfen ihn ins Meer; und das Meer hielt sodann ein in seinem Wüten.
1:16 Darauf begannen die Männer, Jehova sehr zu fürchten, und so brachten sie Jehova ein Schlachtopfer dar und legten Gelübde ab.
1:17 Nun bestellte Jehova einen großen Fisch, um Jona zu verschlingen, so daß Jona schließlich drei Tage und drei Nächte im Innern des Fisches war.
2:1 Dann betete Jona zu Jehova, seinem Gott, aus dem Innern des Fisches
2:2 und sprach: "Aus meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und er antwortete mir dann. Aus dem Bauch des Scheols schrie ich um Hilfe. Du hörtest meine Stimme.
2:3 Als du mich [in] die Tiefen warfst, ins Herz des offenen Meeres, da umgab mich gar ein Strom. All deine Brandungen und deine Wellen -- über mich gingen sie hinweg.
2:4 Und was mich betrifft, so sagte ich: 'Ich bin vertrieben worden, von deinen Augen hinweg! Wie werde ich wieder deinen heiligen Tempel anschauen?'
2:5 Wasser umgaben mich bis an die Seele; die Wassertiefe selbst umschloß mich fortwährend. Seegras wand sich um mein Haupt.
2:6 Zu den Gründen der Berge fuhr ich hinab. Was die Erde betrifft, ihre Riegel waren über mir auf unabsehbare Zeit. Aber aus der Grube brachtest du dann mein Leben herauf, o Jehova, mein Gott.
2:7 Als meine Seele in mir schwach wurde, war Jehova es, dessen ich gedachte. Dann kam mein Gebet zu dir in deinen heiligen Tempel.
2:8 Was die betrifft, die auf die Götzen der Unwahrheit achten, sie verlassen ihm eigene liebende Güte.
2:9 Aber was mich betrifft, mit der Stimme der Danksagung will ich dir opfern. Was ich gelobt habe, will ich bezahlen. Rettung gehört Jehova."
2:10 Mit der Zeit befahl Jehova dem Fisch, so daß er Jona auf das trockene Land ausspie.
3:1 Dann erging das Wort Jehovas an Jona zum zweiten Mal und lautete:
3:2 "Mach dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und ruf ihr die Verkündigung aus, die ich zu dir rede."
3:3 Darauf machte sich Jona auf und ging nach Ninive gemäß dem Wort Jehovas. Ninive nun erwies sich als eine für Gott große Stadt, mit einer Wegstrecke von drei Tagen.
3:4 Schließlich begann Jona, in die Stadt hineinzugehen, die Wegstrecke von einem Tag, und er rief ständig aus und sprach: "Nur noch vierzig Tage, und Ninive wird umgekehrt werden."
3:5 Und die Männer von Ninive begannen an Gott zu glauben, und sie riefen dann ein Fasten aus und legten Sacktuch an, von ihrem Größten selbst bis zu ihrem Geringsten.
3:6 Als das Wort den König von Ninive erreichte, da stand er von seinem Thron auf und legte sein Amtsgewand ab und bedeckte sich mit Sacktuch und setzte sich in die Asche.
3:7 Ferner erließ er den Ruf, und er ließ es in Ninive durch den Erlaß des Königs und seiner Großen sagen, indem [er] sprach: "Kein Mensch und kein Haustier, kein Großvieh und kein Kleinvieh sollte überhaupt irgend etwas [an Speise] kosten. Niemand sollte Nahrung [zu sich] nehmen. Auch Wasser sollten sie nicht trinken.
3:8 Und mögen sie sich mit Sacktuch bedecken, Mensch und Haustier; und mögen sie mit Macht zu Gott rufen und umkehren, jeder von seinem schlechten Weg und von der Gewalttat, die an ihren Händen war.
3:9 Wer weiß, ob sich der [wahre] Gott umwenden und tatsächlich Bedauern empfinden und von seiner Zornglut umkehren mag, so daß wir nicht zugrunde gehen?"
3:10 Und der [wahre] Gott bekam ihre Werke zu sehen, daß sie von ihrem schlechten Weg umgekehrt waren; und so empfand der [wahre] Gott Bedauern über das Unglück, das ihnen antun zu lassen er geredet hatte; und er ließ [es] nicht tun.
4:1 Jona aber mißfiel das sehr, und er entbrannte von Zorn.
4:2 Daher betete er zu Jehova und sprach: "Ach, nun, o Jehova, war das nicht meine Angelegenheit, während ich mich auf meinem eigenen Boden befand? Darum kam ich [dem] zuvor und lief weg nach Tarschisch; denn ich wußte, daß du ein Gott bist, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und der Bedauern empfindet über das Unglück.
4:3 Und nun, o Jehova, nimm bitte meine Seele von mir, denn es ist besser, daß ich sterbe, als daß ich am Leben bin."
4:4 Darauf sprach Jehova: "Bist du mit Recht von Zorn entbrannt?"
4:5 Dann ging Jona aus der Stadt hinaus und setzte sich östlich der Stadt nieder; und er machte sich dort nach und nach eine Hütte, damit er darunter im Schatten säße, bis er sähe, was aus der Stadt werden würde.
4:6 Dementsprechend bestellte Jehova Gott eine Flaschenkürbispflanze, daß sie über Jona aufgehen sollte, um über seinem Haupt zum Schatten zu werden, um ihn von seinem unglücklichen Zustand zu befreien. Und Jona begann sich über die Flaschenkürbispflanze sehr zu freuen.
4:7 Aber der [wahre] Gott bestellte beim Aufsteigen der Morgenröte am nächsten Tag einen Wurm, damit er die Flaschenkürbispflanze steche; und sie verdorrte allmählich.
4:8 Und es geschah, sobald die Sonne aufleuchtete, daß Gott dann auch einen sengenden Ostwind bestellte, und die Sonne stach Jona unablässig aufs Haupt, so daß er in Ohnmacht fiel; und er bat fortwährend, daß seine Seele sterbe, und er sagte wiederholt: "Daß ich dahinsterbe, ist besser, als daß ich am Leben bin."
4:9 Und Gott sprach dann zu Jona: "Bist du mit Recht von Zorn entbrannt über die Flaschenkürbispflanze?" Darauf sagte er: "Ich bin mit Recht von Zorn entbrannt bis zum Tod."
4:10 Aber Jehova sprach: "Dir deinerseits tat es um die Flaschenkürbispflanze leid, um die du dich nicht mühtest und die du nicht großzogst, die sich als bloßes Gewächs einer Nacht erwies und als bloßes Gewächs einer Nacht zugrunde ging.
4:11 Und sollte es mir meinerseits nicht leid tun um Ninive, die große Stadt, in der mehr als einhundertzwanzigtausend Menschen am Dasein sind, die nicht einmal den Unterschied zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken kennen, dazu viele Haustiere?"

NEWS NEWS